Opalschleifer

Wissenswertes über Opale

 

Das Außergewöhnliche an diesen Edelsteinen ist ihr "Opalisieren", ihr regenbogenartiges Changieren, das sich je nach Betrachtungsweise verändert. Ursache hierfür sind – wie man heute weiß – kleine, in einer Kieselgelmasse eingelagerte Kugeln mit einem Durchmesser von zehntausendstel Millimetern aus dem Mineral Cristobalit, die Reflexions- bzw. Interferenzerscheinungen bewirken. Gerundete Schliffformen heben das Farbenspiel am besten hervor.

 

Opale differenziert man in drei Gruppen, in den irisierenden Edelopal, den gelbroten Feueropal und den sogenannten gewöhnlichen Opal.

 

Bei den Edelopalen unterscheidet man wiederum in die weißen Opale (weiße oder helle Grundfarbe) und in die selteneren schwarzen Opale (Grundfarben von Dunkelgrau, Dunkelblau, Dunkelgrün oder Grauschwarz). Tiefes Schwarz ist eine Rarität. Kristall-Opale (Crystal oder Jelly) sind mehr oder weniger transparent, Kristallopale mit besonders intensivem Feuer nennt man auch "Black Crystal".

 

Der Feueropal, benannt nach seiner orangen Farbe, zeigt in der Regel kein opalisieren, er ist meist milchig trüb. Beste Qualitäten hingegen sind klar durchsichtig und zeigen intensives Feuer.

 

Der weiter verbreitete "gewöhnliche" Opal ist meist undurchsichtig und ohne Farbenspiel (z. B. Achatopal, Glasopal, Holzopal, Honigopal, Milch- bzw. Porzellanopal usw.).

 

Opalmatrix ist eine bandartige Verwachsung oder flitterartige Einlagerung von Edelopal mit bzw. in Muttergestein.

 

 

Künstlich "nachgebesserte" Opale

 

Sehr dünne Edelopale werden mit gewöhnlichem Opal oder Onyx unterlegt (Opal-Doublette).

 

Bei Tripletten wird außerdem noch eine schützende Schicht, meist aus Bergkristall, aufgebracht.

 

 

Unechte, im Labor "gezüchtete" Opale

Der Franzose P.Gilson entwickelte 1972 eine Methode, bunt schillerndes, opalisierendes Glas im Labor herzustellen. Dies sind keine Opale !!! Lassen Sie sich nicht sogenannte "Gilson-Opale" als Edelsteine andrehen. Natürlich ist die Herstellung und der Vertrieb solchen opalisierenden Glases nicht ehrenrührig, wer solches Glas aber als Opal anbietet und womöglich auch Preise im Rahmen von Edelsteinen verlangt ist ein Betrüger!

 

 

Zu den bekanntesten Fundstätten dieser Edelsteine zählen:

 

  • Lightning Ridge, Australien: feinste schwarze Opale, meist großflammig
  • Cooper Pedy, Australien: vornehmlich weißer Opal mit grünlichem Iris, aber ebenso alle anderen Farbtönungen (außer Schwarz), auch großflammig
  • White Cliffs, Australien: beste Qualität meist weißer Opale, durchscheinend, oft blau-grüner Iris
  • Andamooka, Australien: stärkere rote Farbtöne im weißen Opal, meistens kleinflammig
  • Queensland, Australien: nur Boulderopale
  • Mexiko, diverse Fundorte: gelbliche bis rote Farbtöne mit und ohne Iris, als Feueropale bekannt – wenn rote Farbtöne vorherrschen – ferner Opalmatrix in weiß-beiger Farbe, durchsetzt mit Opaladern oder Opalflecken
  • Vielleicht wird Neuseeland in naher Zukunft zu einem ähnlich bedeutenden Opalland wie Australien heranwachsen, nachdem im Osten der Nordinsel vor einiger Zeit heller Edelopal entdeckt wurde.

 

 

Chemische Zusammensetzung:

Bei Opalen handelt es sich um Edelsteine, die aus einer amorphen Masse aus Kieselsäure von Kieselpflanzen und Kieseltierchen entstanden sind. Sie bestehen aus Kieselsäure und Wasser.

 

Wassergehalt: in der Regel unter 20 %, meist ca. 3 % – 10 %

 

Härtegrad: 5,5 bis 6,5 auf der Mohs’schen Ritzhärteskala